Innere Ruhe finden: Bye bye Stress!

Sie wünschen sich mehr innere Ruhe und Gelassenheit? Wir verraten Ihnen, wie Sie lernen können, besser mit Stress umzugehen.

Innere Ruhe finden: Bye bye Stress!
Foto: Ben White/Unsplash

Wer kennt das nicht? Nach einem stressigen Arbeitstag steht man mal wieder im Stau und regt sich fürchterlich über den "Vollidioten" im Auto vor sich auf und fängt laut an zu fluchen oder zu hupen. Dabei ändert diese Wut natürlich so rein gar nichts an der Situation. Im Gegenteil, wir befeuern die Wut nur unnötig - und zwar nicht nur unsere eigene, sondern auch die unserer Mitmenschen und geben ihr weit mehr Raum als nötig. Auf Kosten unserer Lebensenergie sowie unseres seelischen und körperlichen Wohlbefindens. Wir verraten, wie Sie lernen können, solche Stresssituationen zu vermeiden und zu mehr Balance finden - auf dass die innere Ruhe fortan zu einem treuen Weggefährten wird.

Stressfaktoren erkennen


Zum Glück gibt es ein paar ganz einfache Methoden, dank denen wir lernen können, loszulassen und zu mehr innerer Ruhe zu finden. Die erste lautet, Stresssituationen als solche überhaupt erst einmal wahrzunehmen und zu identifizieren. Dazu gehören auch erste Warnzeichen wie Schlafstörungen, Konzentrationsmangel, Gereiztheit, chronische Kopfschmerzen, Magenschmerzen etc. Diese physischen und psychischen Symptome sind in der Regel ein Indiz dafür, dass Körper und Geist gestresst und unser System aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Stressfaktoren aufschreiben


Der zweite Trick besteht darin, die Umstände und Faktoren, die einen stressen, konkret zu benennen und zu analysieren. Das funktioniert am besten, in dem man die Situationen, die Stressgefühle auslösen, aufschreibt. "Was stresst mich? Was belastet mich? Was überfordert mich? Was genau stört mich an dieser Situation?" Je genauer die Sressauslöser aufgedröselt werden, desto besser kommt man ihnen auf die Schliche und desto mehr verlieren sie ihren Schrecken, weil sie plötzlich nicht mehr als schwammiges, unlösbares Problem im Geist rumspuken, sondern ein Gesicht bekommen und damit anfassbar werden.

Stressfaktoren analysieren


Nach dem Aufschreiben kann die Analyse beginnen: Welche Bereiche sind es, die mich stressen? Dann können die Arbeit, Familie oder aber auch Verpflichtungen in der Freizeit sein.
Außerdem gilt es in zwei Kategorien zu unterscheiden:
1. Auf welche Faktoren habe ich Einfluss und kann sie somit ändern? Gibt es beispielsweise Aufgaben, die ich delegieren kann? Für einen Freelancer könnte ein Stress-Minimierer darin bestehen, sich einen Assistenten zu holen, für eine arbeitende Mutter darin, einmal wöchentlich eine Putzfrau zu engagieren. Oft steht uns ein unangebrachtes Pflichtbewusstsein im Wege oder wir halten einfach aus purer Gewohnheit an Konstellationen und Menschen fest, die uns Zeit und Energie rauben. Hier hilft die Frage: Was würde passieren, wenn ich mich von dieser Situation trenne und diese bestimmte Sache los lasse?
2. Welche Stressfaktoren kann ich nicht ändern und muss dementsprechend lernen, mit ihnen umzugehen und diese zu akzeptieren? Eine Situation, die ich nicht ändern kann, kann beispielsweise eine Trennung oder der Verlust eines nahestehenden Menschen sein. Sollte man mit der Situation alleine nicht umgehen können und sich von ihr überfordert fühlen, kann es sehr hilfreich sein, einen Therapeuten oder Coach aufzusuchen, um das Problem, beziehungsweise den Schmerz aufzuarbeiten und gemeinsam Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Innere Umprogrammierung


Wenn wir lernen, bewusst Verantwortung für die eigenen Probleme zu übernehmen, dann haben wir sie schon halb gelöst. Wer eine innere Umprogrammierung vornehmen möchte, sollte sich folgende Fragen stellen:
- Welche Erinnerungen oder Verhaltensweisen triggern mich?
- Was kommen für innere Monologe auf? Bin ich wütend, enttäuscht oder traurig?
- Welche Aktivitäten helfen mir, auf andere Gedanken zu kommen?
- Wo fühle ich mich geerdet? Was tut mir gut?
- Womit möchte ich mein Leben und meine Zeit verbringen?
- Wie würde mein idealer Tag aussehen?

Statt in einer gedanklichen Dauerschleife um ein oder mehrere Stressthemen zu kreisen, sollte man diesen Dauerloop einfach durch positive Erlebnisse ersetzen: Das können Spaziergänge in der Natur, sportliche Aktivitäten, tägliche Meditation, der regelmäßige Besuch im Lieblings-Café oder das ausgiebige Sonntags-Frühstück im Bett sein.

WIE EINFACH!-Hörbuch-Tipp:
In der Folge "Wenn Stress & Dauerbelastung das Leben auffressen" ihres Podcasts "A Mindfull Mess" schildert Bloggerin Maddie, die im vergangenen Jahr einen Burnout hatte, wie sie gelernt hat, mit Stress umzugehen und sich von Themen und Situationen zu lösen, die sie belasten und stressen. Wer keine Zeit für umfangreiche Ratgeber hat, dürfte es zeitlich hinbekommen, in diese kurzweilige, zwölfminütige Folge reinzuhören.

WIE EINFACH!-Lese-Tipp:
Die Amerikanerin Byron Katie litt jahrelang unter schwersten Depressionen und übermäßigem Alkoholkonsum, bis sie im Alter von 44 Jahren ein einfaches System der Selbsterkenntnis kreierte, das aus vier Fragen besteht, sowie der Aufforderung, jeden Gedanken ins Gegenteil umzukehren. Dieses System nannte sie "The Work" - es demonstriert, dass sich Negativmuster oder kleine Ärgernisse auf verblüffende Weise zu lösen beginnen. Mithilfe ihres Buches "Lieben was ist" kann man lernen, seine eigenen (ungesunden) Denkmuster zu durchbrechen.

1. Stimmt das?
2. Kann ich absolut sicher wissen, dass es stimmt?
3. Wie reagiere ich auf diese Gedanken?
4. Wer oder was wäre ich ohne diesen Gedanken?
5. Drehen Sie den Gedanken um und finden Sie drei gute Beispiele, in denen die jeweilige Umkehrung wahr oder wahrer ist als die ursprüngliche Aussage.


Von Lesley Sevriens

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